Sternabert

Sternabert

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Von Ulan Bator zum Buir Nuur - Mongolian Far East...

Am 16. August war es soweit. Ich war im Begriff, mir einen lange gehegten Traum zu erfüllen. Es ging in die Mongolei! In bester Gesellschaft von SK, MP, SK und CS enterten wir gegen Mittag in Schönefeld den Flieger und starteten über Moskau in die mongolische Hauptstadt "Roter Held". Dort trafen wir mit 6 Stunden Zeitverschiebung, morgens gegen 6 Uhr Ortszeit, bei strömendem Regen, auf Abu, den Initiator und Organisator unserer 4-wöchigen Tour in den östlichen Zipfel der Mongolei, die beiden grandiosen Fahrer Banser und Batser und auf Bogi, die im Feld für unser leibliches Wohl sorgen sollte, was ihr Tag für Tag mit tollen Gerichten hervorragend gelang.
Flughafen Ulan Bator© M. Putze
Batser und einer unser UAZ © M. Putze
Unser Gepäck wurde nach kurzer aber herzlicher Begrüßung in die 2 bereitstehenden Furgons verladen und wir nahmen sogleich die Fahrt auf - gen Osten. Die erste Vogelart des Trips, die man schon aus dem Flugzeug sehen konnte war für mich die Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) - auch kein Wunder, liegt UB doch auf einer Höhe von gut 1300 m über Null.
Street-view Ulan Bator © M. Putze
Noch durchgenudelt vom Flug hingen wir nun in den Autos und schafften es mit einigen kleinen Stopps bei denen wir u.a. Mongolenlerchen (Melanocorypha mongolica), Steppenohrenlerchen (Eremophila alpestris brandti), Salzlerchen (Calandrella cheleensis), Singschwäne (Cygnus cygnus), Schwarzohrmilane (Milvus migrans lineatus), Steppenadler (Aquila nipalensis), Hochlandbussarde (Buteo hemilasius), Schwarzstorch (Ciconia nigra), Elsterdohlen (Corvus dauuricus), Östliche Saatkrähen (Corvus frugilegus pastinator), einzelne Kolkraben (Corvus corax), Graureiher (Ardea cinerea), Jungferkraniche (Anthropoides virgo), immerhin mindestens 5 Weißnackenkraniche (Grus vipio), 1 vj. Amurfalke (Falco amurensis), Turmfalken (Falco tinnunculus), Zitronenstelzen (Motacilla citreola), Bachstelzen (Motacilla alba baicalensis) und bereits flügge Isabellschmätzer (Oenanthe isabellina) feststellen konnten, bis kurz hinter Chinggis, dem vorherigen Öndörchaan zu einer beschaulichen hufeisenförmigen Felsformation namens Bayan Khree, mit mehreren Brutpaaren von Stein- und Nonnensteinschmätzern, Felsenschwalben, Wiesenammern (Emberiza cioides), Mönchs- (Aegypius monachus) und Bartgeiern (Gypaetus barbatus). Der Jungvogel der Lämmergeier trug einen Sender und flog lt. Abu im Winter bis kurz vor Peking. In den Steppenarealen ringsum massenhaft Mongolenlerchen (Melanocorypha mongolica) und viele durchziehende Spornpieper (Anthus richardi), ein adulter Kaiseradler (Aquila heliaca) und ein unbestimmter Sperber (Accipiter spec.). Ich hatte mir in D kurz vor Abflug noch ´ne kleine Erkältung eingefangen, die sich auf dem 6h Flug ab Moskwa, bei gequirlter Kabinenluft, nicht maßgeblich verbessert hatte - eher das Gegenteil war der Fall. Deshalb zog ich mich bei Sonnenuntergang schon zur ersten Nacht ins Zelt zurück. Und so hörte ich den bettelnden Uhu (Bubo Bubo), später riefen zwei Tiere, nur aus dem Schlafsack - die anderen Jungs bei Wodka und Bier...
Am Abend kletterten noch einige Wildschafe durch die schroffen Gipfel in der Nähe unserer Zelte, weshalb wir dieses erste Lager "Argali-Camp" namsten.
Argalis am Camp © M. Putze
"Argali-Camp"
"Argali-Camp" Blickrichtung Ost
Grassteppe
"Argali-Camp" © M. Putze
"Argali-Camp" © M. Putze
eben flügger Mönchsgeier (Aegypius monachus) auf dem Horst © M. Putze
Bartgeier (Gypaetus barbatus) (adult) © M. Putze
Am nächsten Morgen schwärmten wir nach dem Frühstück bei herrlichem Wetter separat zu einer kleinen Klettertour aus - hier wieder die Geier, Felsen- (Emberiza godlewskii) und Wiesenammern (Emberiza cioides) sowie der erste Braunschnäpper (Muscicapa dauurica)Die Nonnenschmätzer hatten schon flügge Junge, erneut ein unbestimmter Sperber, ca. 25 Mongolenlerchen (Melanocorypha mongolica) sowie ein Trupp aus 40 Steppenohrenlerchen (Eremophila alpestris brandti). Mehrere Wander- (Phylloscopus borealis) und Gelbbrauenlaubsänger (Phylloscopus inornatus) turnten durch die Büsche, welche einem weiteren Braun- (Muscicapa dauurica), einigen Ruß- (Muscicapa sibirica) und einer größeren Anzahl an Taigaschnäppern (Ficedula albicilla) als Ansitze dienten. Ca. 20 Karmingimpel (Carpodacus erythrinus) fraßen im Kräuticht am Hang, eine Gebirgsstelze (Motacilla cinerea melanope) suchte vergebens nach Wasser, eine kleine Gruppe Bartrebhühner (Perdix daurica) überraschte durch plötzliches Auffliegen und aus einer jenseitigen Schlucht ertönte sogar ihr harsches, metallisches "Schleifen". Nach Abbruch der Zelte begaben wir uns mit grandiosen Eindrücken im Gepäck und frohen Mutes wieder auf die Piste.
junger Bartgeier (Gypaetus barbatus)  © M. Putze
Felsenammer (Emberiza godlewskii) (adult) © M. Putze
junge Wiesenammer (Emberiza cioides) © M. Putze
junger Rußschnäpper (Muscicapa sibirica) © M. Putze
Vorwärts Richtung Ost - zunächst mussten wir jedoch ersteinmal in dem kleinen Örtchen Tumetsogt stoppen, da am Vortag ein Stoßdämpfer unseres Leitfahrzeugs gebrochen war - die Schweißarbeiten dauerten nur eine halbe Stunde. In einer Baumgruppe im Dorf nochmal die Schnäpperfraktion, baicalensis Bachstelzen, eine Türkentaube (Streptopelia decaocto) und einige Laubsänger. In der Luft Mauer- (Apus apus) und Pazifiksegler (Apus pacificus). Weiter ging es also Richtung Tschoibalsan - kurz und gut Tschoi genannt - wo wir etwas abseits an einem kleinen Fluss in der Weidenaue erneut unsere Zelte aufschlugen, die Gegend erkundeten und Netze aufstellten, um einiger Zugvögel habhaft zu werden, welche nach akribischer Vermessung beringt und wieder in die Freiheit entlassen wurden.
Wanderlaubsänger (Phylloscopus borealis)
Taigaschnäpper (Ficedula albicilla)
Rußschnäpper (Muscicapa sibirica)
 Unweit des Lagers taten sich einige Mongolenmöwen (Larus mongolicus) und Elstern (Pica pica leucoptera) an einem Schafskadaver gütlich und boten die Chance, sie dabei ganz trefflich zu beobachten. Als weitere Arten kamen Stockente (Anas platyrhynchos), Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), 1 Graureiher (Ardea cinerea), 1 Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis), 3 Turmfalken (Falco tinnunculus), 10 Amurfalken (Falco amurensis), 1 dj Habicht (Accipiter gentilis), 2 Waldwasserläufer (Tringa ochropus), wenige patroullierende Flussseeschwalben (Sterna hirundo), ein durchziehender Trupp von 10 diesjährigen Weißflügelseeschwalben (Chlidonias leucopterus), 1 Türkentaube (Streptopelia decaocto), 1 unbestimmter adulter Kuckuck (Cuculus spec.), 1 Eisvogel (Alcedo atthis), Wiedehopf (Upupa epops) und  Wendehals (Jynx torquilla), Braun- (Lanius cristatus) und Isabellwürger (Lanius isabellinus), wie auch 1 Schwarznackenpirol (Oriolus chinensis) auf die Liste, letzterer wurde leider nur kurz im Vorbeiflug gesehen

K1 Mongolenmöwen (Larus mongolicus) 19.08.2017,  Tschoibalsan
K1 Mongolenmöwe (Larus mongolicus) 19.08.2017,  Tschoibalsan
K1 Mongolenmöwe (Larus mongolicus) 19.08.2017,  Tschoibalsan
Camp  Tschoibalsan
Camp  Tschoibalsan
K1 Mongolenmöwe (Larus mongolicus) 19.08.2017, Tschoibalsan   © M. Putze
K1 Mongolenmöwe (Larus mongolicus) 19.08.2017,  Tschoibalsan  © M. Putze
Mongolenmöwe (Larus mongolicus) (adult) 19.08.2017,  Tschoibalsan  © M. Putze
Mongolenmöwen (Larus mongolicus) (adult) 19.08.2017,  Tschoibalsan  © M. Putze
Abends gab es Bier und gemütliches Palaver und am nächsten Tag hieß es "Strecke machen" mit im Durchschnitt 50 km/h auf Sandpiste durch den vorerst noch hügeligen, später immer flacher werdenden Dornod-Aimag, genauer, durch das Menengijtal. Aus dem Auto heraus sahen wir die ersten Japanwachteln (Coturnix japonica) und Steppenflughühner (Syrrhaptes paradoxus), einige Mongolenbussarde (Buteo hemilasius), Steppenadler (Aquila nipalensis), Jungfernkraniche (Anthropoides virgo) und bei einem kurzen Stopp auch schon den ersten Trupp Zwergbrachvögel (Numenius minutus) auf enorme Distanz. Erneut hunderte Taiga- (Ficedula albicilla) und Rußschnäpper (Muscicapa sibirica) aber nur ganz vereinzelt Braunschnäpper (Muscicapa dauurica). Es galt noch zwei Militärposten zu passieren, was wider Erwarten, für mongolische Verhältnisse, recht flott vonstatten ging und als wir ein scheinbar von Chinesen okkupiertes Öl-Förderungsfeld querten war klar, dass es nicht mehr allzu weit zum Buir Nuur, unserem Etappenziel für die nächsten Tage, sein konnte. Als wir am 20. August am süd-östlichen Zipfel dieses großen Süßwassersees angelangten, hatte der Wind etwas aufgefrischt. Allein die Szenerie war nach der langen Fahrt und auch für sich selbst stehend, jedoch sehr ergreifend - mit all den verschiedenen Vogelarten, der Weite und einem fulminanten Sonnenuntergang. Und so schlüpften wir mit einer warmen Fleischbrühe im Bauch und voller Vorfreude auf diverse Limikolen- und Entenarten, in unsere windgepeitschten Zelte und fanden, so glaube ich, nach langer Fahrt, alle recht schnell in einen tiefen, erholsamen Schlaf.
Der Weg ist das Ziel...
Der Weg ist das Ziel...
Der Weg ist das Ziel...
Der Weg ist das Ziel... ...an den Ufern des Buir Nuur
Nach einigen Stunden Nachtruhe - ab ca. 20:00 Uhr war es sowohl stockfinster, als auch empfindlich kühler - unter leuchtenden Sternen, schaute ich am Morgen zuerst in das Gesicht dieses possierlichen Tierchens, welches es sich in meinem Vorzelt bequem gemacht hatte. Eine verwunschene, mongolische Prinzessin? Ich hab´ es nicht probiert...
Mongolische Kröte (Strauchbufo raddei)
Grundsätzlich kann der Tag mit so einem Gesellen im Vorzelt ja nur gut beginnen - und so war es dann auch. Ich machte mich nach dem Frühstück und einem zweiten Kaffee auf zu einer unweit des Camps gelegenen Lagune, wo es vor Limis nur so wimmelte. Neben mehr als 200 Temminck- (Calidris temminckii), 50 Spitzschwanz- (Calidris acuminata) und 40 zumeist adulten Rotkehlstrandläufern (Calidris ruficollis) gab es 6 Sumpfläufer (Calidris falcinellus sibirica), einzelne Alpenstrandläufer (Calidris alpina), 20 Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea), 4 adulte und 6 diesjährige Knutts (Calidris canutus), Sibirische Uferschnepfen (Limosa limosa melanuroides), Fluss- (Charadrius dubius), See- (Charadrius alexandrinus) und Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola), 16 Steppenschlammläufer (Limnodromus semipalmatus), wenige Kiebitze (Vanellus vanellus), Tundraregenpfeifer (Charadrius fulvus) und 32 Steppenregenpfeifer  (Charadrius veredus) zu sehen. An Tringas waren 30 Dunkle Wasserläufer (Tringa erythropus), 16 Grünschenkel (Tringa nebularia), 20 Teichwasserläufer (Tringa stagnatilis), 10 Waldwasserläufer (Tringa ochropus), 30 Bruchwasserläufer (Tringa glareola), sowie 6 Graubürzelwasserläufer (Heteroscelus brevipes), 7 Terekwasserläufer (Xenus cinereus), 35 Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), 4 Steinwälzer (Arenaria interpres) anwesend.
Buir Nuur - Lauch-Plateau
Buir Nuur - Blänken
Spitzschwanzstrandläufer (Calidris acuminata) und Temminck (Calidris temminckii) 21.08.2017, Buir Nuur
Sibirische Uferschnepfe (Limosa limosa melanuroides) (adult) 21.08.2017, Buir Nuur
Steppenregenpfeifer (Charadrius veredus) und Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) 21.08.2017, Buir Nuur
Steppenschlammläufer (Limnodromus semipalmatus) 21.08.2017, Buir Nuur
junger Temminckstrandläufer (Calidris temminckii) 21.08.2017, Buir Nuur
Rotkehlstrandläufer(Calidris ruficollis) (adult) 21.08.2017, Buir Nuur
Buir Nuur - Beach
Camp, Buir Nuur
Spektiv, Buir Nuur
Abendimpressionen, Buir Nuur © M. Putze
Sonnenuntergang, Buir Nuur © M. Putze
Raubseeschwalben (Hydroprogne caspia) am Abend © M. Putze
Pazifiksegler (Apus pacificus) © M. Putze
Mangrovenweihe (Circus spilonotus) (immatur) © M. Putze
Pazifiksegler (Apus pacificus) © M. Putze
SK am Ententeich, 21.08.2017, Buir Nuur
Die Zwergbrachvögel (Numenius minutus) und Langzehenstrandläufer (Calidris subminuta) hielten sich zumeist abseits der Schlammflächen auf. Erstere waren in größerer Zahl oft nur überfliegend zu beobachten. Ebenfalls überfliegend ein einzelner Regenbrachvogel (Numenius phaeopus). Neben einigen Großen Brachvögeln (Numenius arquata) auch mindestens 2 Isabellbrachvögel (Numenius madagascariensis) rastend, beim Komfortverhalten. Die ferner anwesenden Bekassinen blieben zum Teil unbestimmt - sind Wald- (Gallinago megala) und Spießbekassine (Gallinago stenura) im Felde optisch doch kaum bis gar nicht von einander zu unterscheiden. Auf dem Wasser ein gerüttelt Maß an Entenarten - im Schlichtkleid, bei hoher Fluchtdistanz und bei den zuweilen vorherrschenden Lichtverhältnissen nicht immer ganz einfach und sicher anzusprechen.Von Stock- (Anas platyrhynchos) über Schnatter- (Anas strepera), Spieß- (Anas acuta), Löffel- (Anas clypeata), Sichel- (Anas falcata), Pfeif- (Anas penelope), Krick- (Anas crecca), Knäk- (Anas querquedula), Gluck- (Anas formosa) bis Tafel- (Aythya ferina), Kolben- (Netta rufina), Reiher- (Aythya fuligula) und Schellenten (Bucephala clangula) war alles dabei. Als lokale Spezialität auch noch ein Trupp überfliegender asiatischer Höckersamtenten (Melanitta fusca stejnegeri). Neben wenigen Grau- (Anser anser) und zahlreichen Schwanengänsen (Anser cygnoides), die trupp- oder familienweise im umliegenden Steppengrünland ästen, auch Brand- (Tadorna tadorna) und Rostgänse (Tadorna ferruginea). Von den Ansers waren sogar Einzeltiere halsberingt. Die weißen Tupfer in der Szenerie gaben Stelzenläufer (Himantopus himantopus), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta), Löffler (Platalea leucorodia), Silberreiher (Ardea alba), Höcker- (Cygnus olor) und Singschwäne (Cygnus cygnus) und nicht zu vergessen die Mongolen- (Larus mongolicus), Lach- (Chroicocephalus ridibundus) und vereinzelten Sturmmöwen (Larus canus heinei). Leider konnten wir über die gesamte Distanz der Reise nicht eine Reliktmöwe (Ichthyaetus relictus) ausfindig machen. Jetzt waren wir also ersteinmal in der Ost-Mongolei angekommen und wir sollten im weiteren Verlauf des Abenteuers noch einige andere Habitate in der näheren  und weiteren Umgebung des Buir-Sees zu Gesicht bekommen. Dazu bei Zeiten mehr...

Bayartai - Bert...



Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausflug an die Wolkenfront - Havelland, Ende November...

Liebe Leute,

endlich mal wieder Zeit, mit meinem Freund SK ins herbstliche Havelland zu fahren - Gänse gucken, den einen oder anderen "Goodie" dingfest machen, abends am Lagerfeuer sitzen, palabern und einen Grog trinken - das Gemütliche bei akustischer Untermalung durch Bless- und Saatgansgejohle und das melodische Trompeten einiger Kraniche. Gleich zu Beginn der Tour standen unweit von Roskow einige 100 Tundrasaat- und Blessgänse, sowie Grüppchen von Graugänsen, auf feuchtem Acker mit Maisstoppeln. Gleich in den ersten Reihen konnten wir eine einzelne Waldsaatgans entdecken - nach kurzer Weile flog der Trupp dann bei Störung auf und verschwand ins umliegende Gelände. Den im Herbst leider recht zeitigen Sonnenuntergang im Hinterkopf entschlossen wir uns, jetzt Strecke zu machen und fuhren ohne größere Stopps ins Pareyer Luch, wo uns direkt bei der Einfahrt der nächste Gänsetrupp erwartete - hier vornehmlich Blessgänse - untergemischt einzelne Weißwangen. Als wir angehalten, die Optik in Stellung gebracht und angefangen hatten die Gänse zu mustern, hielt SK plötzlich inne und bemerkte recht überzeugt: "da ruft doch ein Tristis". Ich schob mir Mütze und Kapuze vom Kopf, lauschte eine Weile und Tatsache, nicht weit links vom Damm im Brennnessel-, Schilf- und Weidengebüsch ertönte der diagnostische, flachfrequente, zum Ende hin nicht ansteigende "hiit"-Ruf eines Taiga-Zilpzalps.

Sonagramm-Vergleich: Taiga-Zilpzalp (links) © Steve Klasan
Mitschnitt siehe unten © Steve Klasan
Wir hatten auch recht schnell das Glück, den agilen Vogel Nahrung suchend im Gestrüpp zu entdecken. Die eintönig, fahl graubraune Färbung der Oberseite, die hellen, beigen Überaugenstreifen, die hellen Ohrdecken, Halsseiten und die leuchtend hell-beige Kehle untermauerten die akustische Bestimmung. Zu unserer Überraschung wirkte der Ruf aus der Nähe recht leise, sprich, wir hätten den Vogel gefühlt eigentlich weiter hinten im Dickicht vermutet. Nun ging es ans Belegen: also Schüssel raus und den Fotoapparat scharf machen... Nach ersten Tonaufnahmen wechselte der Protagonist der Aktion den Ort und flog über den Damm und einen dahinter liegenden Wassergraben in eine an das letzte Grundstück von Parey grenzende Hecke. Hier war der Vogel ob seiner Rufe recht schnell wiederentdeckt. SK begab sich mit einem beherzten Sprung über den Graben in eine vermeintlich bessere Fotoposition und konnte ihn auch aussagekräftig ablichten.
Taiga-Zilpzalp, beachte kurze HSP, fahle Färbung Kleingefieder und Großgefiederränder © Steve Klasan

Taiga-Zilpzalp © Steve Klasan

Taiga-Zilpzalp © Steve Klasan

Über die Freude und bei schwindendem Licht machten wir Feierabend, erreichten frohen Mutes unseren Lagerplatz, machten ein Feuer und stießen mit einem leckeren Erfrischungsgetränk an. Nebenher sorgten wir für ein zünftiges Mal aus Gegrilltem und Gesottenem, anbei saure Tomaten und Gurken, frisches Brot und Knoblauch.

Die Nacht wurde recht kühl und die Sonne war schon aufgegangen, als wir am nächsten Tag zum Turm am Gülper See aufbrachen, um dort einen Kaffee zu nehmen und Enten zu zählen. Zwerg- und Gänsesäger schwammen im westlichen Ausläufer des Sees und es waren auch um die 30 Großmöwen anwesend, letztere konnten wir jedoch ganz überwiegend nur auf erhebliche Distanz, fliegend oder auf dem Wasser schwimmend beobachten. Gegen Mittag statteten wir dem Taiga-Zilp nochmal einen Besuch ab und wendeten uns folgend dem Gebiet nördlich des Sees zu, um weitere Gänse-Trupps zu finden. Tatsächlich sah es hier in dieser Beziehung recht mau aus, jedoch trafen wir in der Feldflur unter anderem auf größere Gruppen von Grau- und Goldammern, immer wieder überfliegende Birkenzeisige, Berg- und Wiesenpieper sowie einzelne Fichtenkreuzschnäbel.
Der Vorstoß zum Nachtlager an der Salzhavel entpuppte sich als recht abenteuerlich, da sowohl die Wiesen, als auch die Fahrspuren aufgrund der herbstlichen Regengüsse und des hohen Wasserstands der Havel schon ziemlich aufgeweicht, morastig waren. Dennoch gelangten wir ohne uns festzumachen zu einem beschaulichen Spot am Rande von Brandenburg, direkt an der Wolkenfront...
Bussard an der Wolkenfront
Bussard an der Wolkenfront © Steve Klasan
Vom kargen Schilf her begrüßte uns sogleich eine quitschende Wasserralle, aus der Ferne bibberte ein Zwergtaucher und 2 Zaunkönige ließen intermittierend ihre klaren, lieblichen Strophen erklingen. Am jenseitigen Havel-Ufer, schon in Sachsen-Anhalt, auf überstautem Grünland, hatten sich einige tausend Gänse zum Übernachten eingefunden - mit zünftiger akustischer Kulisse.
Blick über die Salzhavel © Steve Klasan
Am nächsten Morgen strich der Großteil der Gänse in Richtung Nord ab und wir folgten ihnen über die Havelbrücke Strodehne. In Kuhlhausen kann man, etwas versteckt, in die überschwemmte Wiesenlandschaft abbiegen - ein pittoreskes Gebiet mit typischem Havel-Niederungs-Charakter.
Es waren in einiger Entfernung nur noch kleine Enten- und Gänsetrupps sowie ein paar Möwen  auszumachen und ein Schwarm Kiebitze befand sich in der Luft. Wie weit der Großteil der Gänse nach SA hinein geflogen war, muss offen bleiben, denn in der näheren Umgebung konnten wir ausschließlich kleinere Trupps ausmachen. Also fuhren wir zurück zum Gülper See um nochmal drüber zu leuchten - nebenher gab´s auch noch ein Heißgetränk und ein paar Reste vom Vorabend.
Gülper See "Garage" © Steve Klasan
Beim buchstäblich letzten Schwenker entdeckte ich dann noch einen Seetaucher ziemlich weit nord-östlich auf der Seefläche, welcher sehr viel tauchte und den ich nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip zunächst als Prachttaucher ansagte. Allerdings wirkte er bei eindringlicherer Betrachtung relativ Schnabel-lastig, sehr dunkel und ihm fehlte scheinbar auch das helle Feld im hinteren Flankenbereich. Das Licht, die Entfernung und der leichte Wellengang machten es uns nicht gerade einfach und so versuchten wir weiter östlich am Damm einen besseren Blick auf das Tier zu bekommen, was uns auch gelang. Jetzt konnte man in kurzen Sequenzen die Eistaucher-typische Halszeichnung, sowie den obligaten Stirnhöcker erkennen. Da der Vogel oberseits sehr dunkel erschien und keinerlei helle Schuppung, typisch für´s Jugendkleid, zu erkennen war, ist wohl davon auszugehen, dass es sich um ein älteres Tier handelte. Auf der Rückfahrt stoppten wir erneut in Roskow, wo wir zwischen einigen tausend nordischen Gänsen 3 Kurzschnäbel entdecken konnten und zu guter Letzt machten wir noch einen Abstecher zum Trebelsee, wo bei einsetzender Dämmerung einige 100 Groß-, sowie Lach- und Sturmmöwen eingeflogen kamen. Anbei auch eine einzelne Heringsmöwe. Die Graumäntel und Jungvögel auf Artniveau zu bestimmen war uns ob der großen Distanz und des kümmerlichen Lichtes allerdings nicht möglich. Den Rufen zufolge waren auf jeden Fall Silber- und Steppenmöwen dabei...

Es grüßt einmal mehr der Sternabert...

Montag, 27. November 2017

Ein Blick auf den Saatgans Komplex...

In diesem Post möchte ich versuchen, einen Überblick über die Situation bei der Einteilung der Saatgänse zusammen mit der Kurzschnabelgans zu erstellen und darauf basierend die Verhältnisse im Havelland zu erörtern. Das Thema an sich wird schon seit über hundert Jahren bis hinein in die Gegenwart und nicht selten auch recht kontrovers diskutiert. Frühere Autoren orientierten sich bei der taxonomischen Einteilung der Saatgänse ausschließlich an morphologischen, sprich äußerlich erkenn- und beschreibbaren Merkmalen.
So unterschied Naumann 1848 3 verschiedene Arten: Anser arvensis, A. segetum und A. brachyrhynchus. Johansen legte sich gegen 1945 auf eine Art - Anser fabalis - in 8 Unterarten - A .f. fabalis, middendorffii, sibiricus, rossicus, serrirostris, mentalis, neglectus und brachyrhynchus fest. Delacour relativierte die Angelegenheit 1951 wieder auf eine Art - fabalis - in 6 Unterarten - fabalis, johanseni, middendorffii, rossicus, serrirostris, brachyrhynchus. Johansen spaltete gegen 1959 die Kurzschnabelgans - Anser brachyrhynchus - als eigene Art ab und unterschied jetzt die Saatgans - A. fabalis - in 5 Unterarten - fabalis,  johanseni, middendorffii, rossicus, serrirostris. Vaurie griff 1965 erneut das von Delacour 1951 erstellte System auf, bevor Bauer & Glutz von Blotzheim - 1968 - sowie Cramp & Simmons - 1977 - wieder Johansen letztes Konzept propagierten.
Im Zuge der Entwicklung der wissenschaftlichen Methoden im 20. Jh. setzte sich nach und nach der populationsgenetische Artbegriff durch, der auf genetischen Verwandschaftsverhältnissen beruht und aufzeigte, dass sich morphologische Unterschiede oft nur als Variation innerhalb einer Art oder Unterart zeigen. Sangster & Oreel beschrieben 1996 3 eigene Arten, nämlich Anser fabalis, A. serrirostris und A. brachyrhynchus. Ruokonen brachte es im Jahre 2008 auf 3 Arten - Anser fabalis - in 3 Unterarten - A. f. fabalis, A. f. rossicus, A. f. serrirostris - Anser middendorffii und Anser brachyrhynchus.
Die fogende systematische Einteilung beruht auf dem Vergleich von mitochondrialer DNS von 199 in ihren Brutgebieten gesammelten Gänseindividuen und entspricht gewissermaßen dem "Stammbaum" der grauen Feldgänse - extra hervorgehoben die Unterteilung des Saatgans-Komplexes.
beschriftetes Schema nach M. Ruokonen, K. Litvin und T. Aarvak 2008
Hierbei ist anzumerken, dass die genetische Distanz bei den Gänsearten, verglichen mit anderen Vogelgruppen, relativ gering ist, so dass man davon ausgehen muss, dass es sich um eine phylogenetisch relativ junge Vogelgruppe handelt. Aufgrund dieser geringen genetischen Distanz kommt es nicht selten auch zu Hybriden zwischen verschiedenen Gänsearten.
Ich persönlich finde die Einteilung von Ruokonen et al. recht einleuchtend und orientiere mich im Feld an einem Konglomerat von Erkenntnissen verschiedener Gänseforscher, die Ruokonens Modell ihrer Arbeit zugrundelegen.
Karte nach M. Ruokonen, K. Litvin und T. Aarvak 2008
Auf der Karte sind grob die Brutgebiete der verschiedenen Arten, bzw. Unterarten des Saatganskomplexes eingezeichnet. Möglicherweise mit Klinen an den jeweiligen Arealsgrenzen. Saatgänse werden ab ihrem 2. Lebensjahr geschlechtsreif. Da die Paarbildug der Gänse in der Regel im Winterquartier stattfindet und die Jungtiere im Familienverband in die traditionell angestammten Überwinterungsgebiete der Eltern mitfliegen, scheinen Durchmischungen der verschiedenen Arten bzw. Unterarten aufgrund der unterschiedlichen Überwinterungsgegenden und der Separation von Tundra- und Wald-Saatgänsen in selbigen, eher die Ausnahme. Im Folgenden habe ich versucht, stichpunktartig die Zugstrategien der einzelnen Taxa aus der Karte darzulegen:

1 brachyrhynchus (Kurzschnabelgans):
Überwintert in Nordwesteuropa, hauptsächlich in Großbritannien, Dänemark, Niederlande, Belgien und Nordwestdeutschland, wobei der in Deutschland überwinternde Teil der Spitzbergen-Population zuzurechnen zu sein dürfte. Grönländer und Isländer überwintern auf den Britischen Inseln. Wahrscheinlich entstammen die Vögel, die schon frühestens Ende September im Havelland auftauchen, der östlichen Teilpopulation Spitzbergens und fliegen alternativ zum eigentlichen Zugkorridor über Norwegen, Dänemark und die Deutsche Bucht, über das skandinavische Binnenland über Schweden oder noch weiter östlich, wo sie sich zumeist Tundrasaatgänsen anschließen, in ihre Winterquartiere - eine andere Theorie vermutet, dass diese Gänse einer "unbekannten" bzw. "unentdeckten" russischen Population entstammen.

2 rossicus (Westliche Tundra-Saatgans):

Überwintert in Nordwesteuropa und Mitteleuropa bis Südeuropa, überwiegend in den Niederlanden und Deutschland mit Tendenz zur Ostverlagerung – Ostdeutschland, Polen.
Da die westlichen Tundra-Saatgänse, aufgrund der klimatischen Bedingungen, vergleichsweise früh in ihren Brutgebieten ankommen und diese relativ spät wieder verlassen, ist im Havelland ab Mitte Oktober bis hinein in den Februar mit größeren Rast-, bzw. Überwinterungs-Beständen zu rechnen - rossicus-Gänse stellen den mit Abstand überwiegenden Teil der im Havelland zu beobachtenden Saatgänse.

3 serrirostris (Östliche Tundra-Saatgans):

Überwintert hauptsächlich in Ostasien (China, Japan, Korea) und Südostasien.
Nach neueren Erkenntnissen niederländischer Gänseforscher ziehen in der kalten Jahreszeit jedoch auch bis zu 10 % der Gesamtpopulation, insbesondere die Individuen aus der westlichen Verbreitungszone in die Niederlande (van den Bergh 2004) und müssten somit auch in Brandenburg zu beobachten sein. Das von van den Bergh skizzierte Bild zeichnete sich bis dato im Havelland noch nicht ab, ggf. wurde serrirostris in den letzten Jahren aber auch einfach nur übersehen. Östliche Tundra-Saatgänse erreichen ihre Brutareale erst spät und räumen selbige schon recht früh, so dass sie vornehmlich im März, bzw. Ende September/Anfang Oktober im Havelland durchziehen dürften. Sollten serrirostris Gänse zusammen mit rossicus im gleichen Gebiet überwintern, müsste es hier u.U. zu Mischverpaarungen kommen - die Nachkommen aus diesen Verbindungen im Feld sicher als solche zu bestimmen, dürfte allerdings nahezu unmöglich sein.

4 fabalis (Westliche Wald-Saatgans):

Wird in 4 Teilpopulationen, die westliche, die zentrale und 2 östliche, unterteilt. Überwintert in Nordeuropa (Schweden, Dänemark, Norddeutschland und Polen). Ein Teil der am weitesten östlich brütenden Teilpopulation fliegt nach Zentralasien (Kasachstan, Kirgistan, Nord-West-China). In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg überwintern bis zu 80% der Vögel aus einer der beiden russischen Teilpopulationen, deren Brutgebiete in der oberen Petčora-Region und im westsibirischen Flachland zu finden sind. Allerdings tauchen allwinterlich auch regelmäßig einzelne Vögel/Familien aus der zentralen, skandinavischen Brutpopulation bei uns auf - wie Halsringablesungen belegen.

5 middendorffii (Östliche Wald-Saatgans):

Überwintert in Ostasien (China, Japan, Korea) und Südostasien. Gänse aus westlichen Teilen des Brutgebietes fliegen wohl auch nach Zentralasien (Süd-Ost Kasachstan, Ost-Kirgistan und Nord-West-China), wo sie ggf. auf östliche fabalis treffen und sich dort u.U. auch mit diesen verpaaren. Das früher beschriebene Taxon johanseni ist auch heute noch stark umstritten, wird von einigen Autoren grundsätzlich fabalis zugerechnet, könnte aber auf die Beschreibung eben solcher Hybriden zurückzuführen sein.
Belegte Nachweise der Östlichen Waldsaatgans in Brandenburg stehen noch aus.

Die Situation bezüglich der Arten, bzw. Unterarten im Havelland gestaltet sich also eher übersichtlich. Mit den ersten Tundrasaatgänsen ist um den 10. September herum zu rechnen, dann in kleineren Gruppen. Phänotypisch entsprechen diese Vögel nach meinem Dafürhalten der ssp. rossicus. Einen Monat später, etwa um den 10. Oktober herum, wird der "Peak" erreicht. Zu diesem Zeitpunkt kann man abends am Gülper See ein packendes Naturschauspiel erleben, wenn bis zu 110000 nordische Feldgänse (Saat- und Blessgänse), hoch von Ost, zur nächtlichen Rast auf dem als Vorsammelplatz bekannten Gewässer einfallen. In den nächsten Wochen wird der See gewissermaßen als "Durchgangsbahnhof" für die in den weiter westlich und südlich gelegenen Regionen überwinternden Gänse fungieren - dann sukzessive in abnehmender Zahl. Einige der Tiere verweilen hier und sind tagsüber in der Umgebung auf abgeernteten Äckern und Grünland bei der Nahrungssuche zu beobachten. Andere ziehen umgehend weiter in die Niederlande und die Rheinebene. Ab jetzt sind auch immer wieder, jedoch nur sehr verinzelt, fabalis-Waldsaatgänse dabei - wegen ihrer imposanten, dabei aber filigranen Erscheinung und auch sonst, meine persönlichen Favoriten. Die beste Zeit um diese Vögel aus den havelländischen Rasttrupps von Tundrasaatgänsen heraus zu picken ist allerdings der Mittwinter und sie finden sich hier in den letzten Jahren nur noch in geringer Zahl ein. Um größere fabalis-Verbände zu sehen, sollte man besser ins Oderbruch oder nach Mecklenburg Vorpommern aufbrechen. Kurzschnabelgänse treten ab Ende September regelmäßig, jedoch ebenfalls nur in geringer Zahl in der Havelniederung auf. Ab November sind die meisten Gänse durchgezogen und nur noch zu einigen tausend Exemplaren in hiesigen Gefilden present. Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich jetzt im Gebiet um den Gülper See und vor allem in der Mittleren Havelniederung um Roskow, Zachow, Gutenpaaren und Wachow. Leider werden die Gänse immer häufiger von den ortsansässigen Landwirten vergrämt. Ab dem 01. November sind sie zudem zur Jagd freigegeben, was umgehend zu einer merklich zunehmenden Unruhe unter den Tieren und folglich zu erhöhter Fluchtdistanz führt. Mit einiger Umsicht und guter Fernoptik sind sie zumeist jedoch dennoch relativ gut zu beobachten. Retoure geht´s im Februar und Mitte, Ende März wird das Havelland dann endgültig geräumt. Jetzt trifft man nur noch auf Einzeltiere oder kleine, versprengte Trupps die in der Mehrzahl aus vorjährigen Vögeln bestehen.

Im Folgenden ein paar Eindrücke von "Gesichtern" aus dem Havelland...
Tundrasaatgans (rossicus) links, Waldsaatgans (fabalis) rechts - Februar
Tundrasaatgans (rossicus) links, Waldsaatgans (fabalis) rechts - Februar
Tundrasaatgans (serrirostris-typ?) vorn, Kurzschnabelgans (brachyrhynchus) hinten - März
Tundrasaatgans (serrirostris-typ?) - März
Waldsaatgans (fabalis) - Dezember
Tundrasaatgans (rossicus) - Februar
Waldsaatgänse (fabalis) - Dezember
Tundrasaatgans (rossicus) links, Zwerggans (erythropus) rechts - März
Kurzschnabelgans (brachyrhynchus) links, Tundrasaatgans (rossicus) rechts - März
Tundrasaatgänse (rossicus) und vermeintlicher Hybrid (rossicus x albifrons) - Februar
Waldsaatgänse (fabalis) - Oktober
Tundrasaatgans (serrirostris-typ) - März
Tundrasaatgänse (serrirostris-typ) - März
Tundrasaatgänse (rossicus), Kurzschnabelgans (brachyrhynchus) mittig - März
Und jetzt viel Spaß beim Goosing!