Diese Maskenammer (Emberiza spodocephala) scheint sich mit uns
verbündet zu haben. Sie hinterlässt den Eindruck Bier zu mögen und
von Chili Würzung zu träumen.
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Black-faced Bunting |
Wir essen jeden Abend Kohlsuppe, manchmal mit Chleb
und sind trotzdem weiterhin guter Dinge. Die Tage werden kürzer, die
Temperaturen sinken und somit kommen auch die ersten Wintervorboten
eingeflogen. Böhmische Seidenschwänze (Bombycilla garrulus), Rosengimpel (Carpodacus roseus), Raufußbussarde (Buteo lagopus) und größer werdende Trupps von Birkenzeisigen (Carduelis flammea), sind nun täglich zu
beobachten. Die hiesigen Raufüsse sind ziemlich groß, unterseits extrem hell und auch die adulten haben eine helle Iris, entsprechen auch aus geographischer Sicht also der Unterart menzbieri. Das Bussardfoto, hier ein diesjähriger Vogel, ist von SK. Der Taigabirkenzeisig (Carduelis flammea flammea) auf dem Bild hat einen verhältnismäßig großen Schnabel.
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Pallas`s Rosefinch, adult male |
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Rough-legged Buzzard, immature |
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Red-crowned Crane, pair |
Der Vogelfang in den letzten Tagen bescherte uns
eine neue Art für unsere Tripliste (119), in unseren Breiten
allerdings eher eine banale Beobachtung – ein Buntspecht (Dendrocopos major). Nebenher
gesagt unsere fünfte Spechtart in Fernost.
Am 13. Oktober ging uns auch noch ein
Laubsänger in die Netze. Aufgrund seines Gefiederzustandes gestaltet
sich eine adäquate Bestimmung eher schwierig. Dennoch deuten einige
Merkmale auf einen Tienshan-Laubsänger (Phylloscopus humei). Abzugrenzen wären
Middendorf- (P. plumbeitarsus) und Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus), wobei die grauen Federn am
Kopf, nebst verwaschenem Scheitelstreif, die geringen Flügelmaße und der allgemein gräuliche
Gefiederton für ersteren sprechen würden. Die Beinfarbe erscheint
zwar recht hell, jedoch gibt es nach van Duivendijk auch solche
Variationen. Letztendlich hat sich dann doch herausgestellt, dass schon einmal ein ähnlich gefärbter Laubsänger, in besserem Gefiederzustand, gefangen und als Gelbbrauen-Laubsänger bestimmt wurde.
Vier Tage später und als Erweiterug dieses Posts,
werden auch die Schelladler weniger, bzw. sind nur noch einzeln am
Himmel kreisend zu sehen. Allerdings kam ein Blutseidenschwanz (Bombycilla japonica) zu uns
ins Camp und konnte, ob der nur sporadisch wachenden Beerenbüsche,
durch ein sonders aufgestelltes Japannetz an seinem Lieblingsbusch
sogar gefangen und beringt werden.
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Japanese Waxwing |
Wir träumen weiterhin täglich von sibirischem Rehrücken jedoch holen uns die Rattenfamilien in unserer Küche jeden Tag aufs neue auf den Boden der Tatsachen zurück, indem sie lustlos auf den Resten unseres Kapusta herumkauen.
Immernoch vogelfrei... Bert.
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